Leymebamba, Peru bis Copacabana, Bolivien 19.10.2010 – 3.1.2011

Chacahapoyas KnochenbündelAn unserem letzten Pausentag in Leymebamba besuchten wir noch das örtliche Museum, das von der österreichischen archäologischen Gesellschaft errichtet wurde. Das Museum ist ganz nett hergerichtet und hat auch einige interessante Exponate zu bieten, war aber insgesamt eher wenig informativ, da die meisten Beschreibungen nur in Spanisch verfasst sind. Wo wir uns bemühten, konnten wir zwar Großteils den Sinn der Beschreibungen erfassen aber alle Texte im Museum zu lesen hätte vermutlich mehrere Tage gedauert. Lediglich bei einigen Ausstellungsstücken gibt es zu den spanischen Schildern auch deutsche und englische Übersetzungen, obwohl’s da eigentlich ziemlich sinnlos ist weil man auch ohne Beschilderung erkennt dass der flecha ein Pfeil oder arrow ist.

DSC_3027Von Leymebamba aus erreichten wir nach einem anstrengenden Tag den Pass Calla Calla auf ziemlich genau 3600 m Höhe von wo unsere bisher längste Abfahrt auf dieser Reise begann. 55,7 km und 2760 Höhenmeter von Calla Calla nach Balsas am Rio Marañon sind schon ein ganz gutes Stück. Neben der spektakulären Landschaft ist auch der Straßenverlauf beeindruckend. Zum ersten Mal durften wir die für Peru typische und sehr radfahrerfreundliche Straßenführung in den Bergen erleben. Während man in Ecuador, um einen Pass zu erreichen ca. doppelt so viele Höhenmeter radelt, wie der eigentliche Höhenunterschied zwischen tiefstem und höchstem Punkt beträgt, weil man ständig rauf Gewitter auf der anderen Seite des Talesund wieder runter fährt und dabei Steigungen bis ca. 15 % bewältigen muss, gibt’s in Peru kaum lästige Unterbrechungen des Anstieges und man erreicht ziemlich direkt und mit unglaublich gleichmäßiger Steigung den Pass. Mit hunderten Serpentinen wurde das Gefälle von Calla Calla bis Balsas über 55 km ziemlich konstant bei 5 % gehalten, was auch das GPS-Höhenprofil von Leymebamba bis Celendín eindrucksvoll zeigt.

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typisch peruanische SerpentinenAuf der anderen Seite des Tales durften wir uns dafür wieder von 840 auf 3120 m hinauf kämpfen bevor wir Celendín erreichten.

Unterwegs trafen wir erneut auf Nelson, den wir zum letzten Mal in der Nähe von Quito getroffen hatten und fuhren mit ihm gemeinsam bis Celendín, wo wir uns wieder trennten.

Von Celendín bis Cajamarca folgten wir der Routenbeschreibung von Matt, der fast sein gesamtes Gepäck von Leymebamba vorausgeschickt hatte um die anstrengenden Bergetappen mit Minimalgewicht zu fahren. Die Strecke von Celendín, die ihm offenbar recht einfach gefallen war machte uns jedoch ganz ordentlich zu schaffen und wir mussten knapp bevor wir den letzten Pass vor Cajamarca erreichten unerwartet auf ca. 3600 m campen und machten uns am Abend noch Sorgen, ob wir mit der Höhe über Nacht zurecht kommen würden. Glücklicherweise waren die Sorgen unbegründet und wir schliefen nach dem anstrengenden Tag recht gut. Am nächsten Tag machte sich bei der Überquerung unseres bisher höchsten Passes mit 3760 m die Kurzatmigkeit schon recht deutlich bemerkbar, glücklicherweise blieben jedoch andere Symptome der Höhenkrankheit aus.

DSC_3408Cajamarca überraschte uns als bisher größte Stadt, die wir in Peru gesehen hatten mit schöner Innenstadt und angenehmem Ambiente. Wir hatten eigentlich erwartet Paul hier wieder zu treffen, verpassten ihn aber um einen halben Tag.

Unsere Abreise aus Cajamarca fiel aufgrund des netten Hotels eher spät aus und am Nachmittag überraschte uns zusätzlich ein starker Regen und zwang uns den Tag früh in einem kleinen Dorf nur ca. 30 km südöstlich von Cajamarca zu beenden. Dadurch verzögerte sich allerdings unser Vorwärtskommen soweit, dass wir die nächsten 4 Tage nie unser geplantes Tagesziel erreichten und jeweils kurz vor der nächsten Ortschaft campen mussten. In Cajabamba trafen wir Nelson erneut, radelten allerdings nicht gemeinsam weiter, da er noch im Ort bleiben wollte um der Mittagshitze zu entgehen.

Paul, der einen Tag früher in Cajamarca aufgebrochen war hatte unterdessen in San Marcos das Belgische Paar getroffen, dessen Reifenspuren wir Tage lang auf der Schotterstraße ab Cajabamba verfolgten bis sie plötzlich verschwanden. Später stellte sich heraus, dass wir die Gruppe irgendwann überholt hatten ohne sie aber zu treffen. Paul und die Belgier trafen in Huamachuco auf Nelson mit dem sie offenbar einen Tag gemeinsam radelten bevor das belgische Paar wieder verloren ging und Paul mit Nelson alleine weiterradelte, um diesen einen halben Tag später auch noch zu verlieren – nicht ganz einfach also, mit anderen Radlern ein geeignetes Tempo zu finden.

AlpacasWir erreichten von Huamachuco aus unseren bisher höchsten Zeltplatz auf 4070 m und am Tag darauf den höchsten Pass mit 4200 m. Nachdem wir noch nicht wirklich gut akklimatisiert waren stellten sich bei Manu nach der Nacht auf 4070 m Kopfschmerzen ein, die anhielten bis wir den Pass DSC_3771überquert hatten und wieder etwas tiefer kamen. Der Pass zwischen Huamachuco und Shorey war trotz allem ein beeindruckendes Erlebnis. Kurz vor dem eigentlichen höchsten Punkt erreichten wir drei blaue Bergseen und trafen auf unsere erste Alpacaherde, die uns misstrauisch beobachtete.

Auf der Abfahrt Richtung Trujillo trafen wir die Belgier Corinna und Enzo, die auch mit Paul und Nelson geradelt waren und fuhren mit ihnen bis zur Casa de Ciclistas in Trujillo. Die beiden waren vor einigen Jahren schon einmal von Quito bis Ushuaia geradelt und fuhren gerade zum zweiten Mal von Quito nach Süden, wobei sie allerdings darauf achteten, eine andere Route zu wählen als beim ersten Mal.

todosDie legendäre Casa de Ciclistas von Luis (Lucho) Ramirez in Trujillo besteht seit über 25 Jahren und war die erste ihrer Art in Südamerika. Mittlerweile gibt es fast in jedem südamerikanischen und ein paar mittelamerikanischen Ländern mehrere Casas de Ciclistas, doch die Anzahl an Radlern, die Lucho bereits beherbergt hat bleibt ungeschlagen. Wir waren Radler Nummer 1413 und 1414 im Gästebuch und als wir eintrafen waren gerade 14 andere Radfahrer bei Lucho zu Gast. Darunter auch zwei Familien, die mit je zwei Kindern mit Tandems bzw. Anhänger unterwegs waren.

Paul & NelsonPaul und Nelson trafen am gleichen Tag wie wir aber etwas später und getrennt voneinander ein. Nach vier interessanten aber nicht sonderlich erholsamen Tagen in Trujillo machten wir uns mit Paul und Nelson gemeinsam auf den Weg zum Cañon del Pato. Die 70 km die wir dabei auf der eigentlichen Panamericana durch die Küstenwüste radelten waren uns allen völlig ausreichend. Wieso manche Radler über 2000 km durch diese Wüste auf der Panamericana dahinfahren ist uns noch immer unverständlich und wir waren froh, kurz vor Chimbote die Panamericana zu verlassen und auf eine kaum befahrene Privatstraße entlang des Rio Santa einzubiegen.

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Durch immer engere Schluchten arbeiteten wir uns langsam auf ziemlich mieser Straße durch spektakuläre Landschaft bis nach Huallanca vor, wo wir nach 4 Tagen gemeinsamen Radelns Nelson wieder verloren, da er es vorzog, wild zu campen, statt sich mit uns in einem günstigen Hostal einzuquartieren. Er hatte seit Bogota kein einziges Mal für eine Unterkunft bezahlt und wollte mit dieser Tradition nicht brechen.

Von Huallanca ging es weiter durch den eigentlichen Cañon del Pato bis an die Ausläufer der Cordillera Blanca. Durch 35 Tunnel und enge Schluchten windet sich die Straße, in teilweise senkrechte Wände gehauen, am Fluss und vorbei an zahlreichen Wasserfällen entlang bis sich nach ca. 37 km das Tal schließlich öffnet und die ersten schneebedeckten Bergspitzen der Cordillera Blanca sichtbar werden. unerwartete HindernisseWährend wir am Tag zuvor noch die Straße für uns allein hatten, weil ein Hangrutsch den von unten kommenden Verkehr aufhielt war leider der Canyon del Pato relativ stark befahren, was besonders in den vielen Tunnels, in denen der von den Bussen aufgewirbelte Staub ziemlich lang stehen bleibt unangenehm war.

Wanderung zur Laguna 69In Caraz beschlossen wir mit Paul einige Wanderungen zu machen und die Cordillera Blanca zu erkunden. Nachdem sich bisher unsere Aktivitäten in dieser Richtung eher in Grenzen gehalten hatten wollten wir zunächst eine einfache Wanderung direkt von Caraz aus versuchen bevor wir den weiter entfernten Trek zur Laguna 69 in Angriff nahmen – nachdem wir nicht genau wussten, wo der Wanderweg auf einen der Hausberge von Caraz begann irrten wir erst etwas verloren in der Gegend herum, was Manu schon nach einer halben Stunde zur Umkehr veranlasste. Paul und Ich fühlten uns in erstaunlich guter Form und beschlossen daher am nächsten Tag zur Laguna 69 zu wandern. Schon auf der Laguna 69 TrekAnfahrt zum Ausgangspunkt des Wanderweges überholten wir im Colectivo Nelson, der gerade am Rad unterwegs auf die andere Seite des Parque Nacional Huascaran war und den wir vor einigen Tagen in Huallanca verloren hatten. Paul hatte vor, zwei Tage in der Gegend um die Laguna 69 zu wandern, während ich am Nachmittag wieder nach Caraz zurückkehren wollte um am nächsten Tag nach Huaraz weiterzufahren. Nachdem Paul daher erst einen Platz für sein Zelt finden mußte und wir beide am Weg zur Lagune ausgiebig fotografierten holte uns Nelson, der beschlossen hatte, auch zur Laguna 69 zu wandern nach ca. 2 Stunden ein. Während ich direkt zur Lagune wanderte beschlossen Nelson und Paul zuerst noch einige kleinere Seen zu erkunden.

Laguna 69Wenn auch schon der ganze Aufstieg zur Lagune landschaftlich sehr eindrucksvoll war, so war die Lagune selbst auf knapp über 4600 m eindeutig die Krönung des Ausfluges und zählt zu den schönsten Orten unserer Reise.

Am nächsten Tag setzten wir ohne Paul unsere Reise nach Ichu GrasHuaraz fort, wo wir einen weiteren Pausentag einlegten, bevor wir die Überquerung des Parque Nacional Huascaran begannen, auf die wir uns schon lange gefreut hatten. Schon außerhalb des Parks radelten wir bei tiefblauem Himmel durch fantastische Landschaft den Gletschern der Cordillera Blanca entgegen. Das gelbe Ichu Gras bietet zu dieser Jahreszeit einen wunderschönen Kontrast zum Himmel und kurz nach dem Parkeingang beginnen auch noch ausgedehnte Stände von Puya Raimondii – der größten Bromelienart, die es nur hier und in einigen weiteren hoch gelegenen Andenregionen gibt. Wir hatten das Glück gerade zur Blütezeit der Puya einzutreffen und konnten die Kolibris beobachten, blühnede Puya Raimondii im Parqu Nacional  Huascarandie die hohen Blütenstände umschwirren. Die Puya blühen nur einmal am Ende eines 40-70 Jahre langen Lebens für 9 Monate und formen dann einen bis zu 15 m hohen Blütenstand mit tausenden weißen Blüten bevor sie anschließend vertrocknen.

Schon der Eingang des Parkes durch plötzlich einsetzenden Hagel zum Campen auf 4700 m  gezwungenliegt auf 4200 m Höhe und am nächsten Tag arbeiteten wir uns bis zum Nachmittag auf über 4800 m hinauf und überquerten unseren bis dahin höchsten Pass kurz bevor auf der anderen Seite auf 4700 m wieder einmal unangenehmer Hagel einsetzte und uns zum verfrühten Campen zwang. eingeschneite AlpacasGlücklicherweise fanden wir schnell einen geeigneten Zeltplatz gleich neben einer neugierigen Alpaca-Herde, die uns argwöhnisch beobachtete. Der Hagel wurde später zu Schnee, endete bald darauf, und wir hatten Gelegenheit, die eingeschneiten Alpacas vor der grandiosen Berglandschaft noch ausgiebig zu fotografieren.

Gletscher des Nevado Huarapasca & ManuNachdem wir durch die dünne Luft nur langsam vorwärts kamen schafften wir es am nächsten Tag nur mit Mühe über den nächsten 4800 m Pass und hinunter nach Huallanca. Unterwegs ärgerte uns noch ein verrückter Hund, der nichts Besseres zu tun hatte, als uns nachzulaufen und in meine Packtaschen zu beißen.

Die Strecke von Huallanca nach Huanuco ist mittlerweile vollständig asphaltiert und auch den Abra Yanshalla muß man nun nicht mehr überqueren wenn man vom Abra Huarapasca kommt, was uns das Leben um Einiges erleichterte.

Nachdem wir im Parque Nacional Huascaran noch täglich zumindest ein bis zwei kurze Hagelschauer oder etwas Schnee erlebt hatten konnten wir in Huanuco, das weiter „unten“ auf nur 1900 m Höhe liegt wieder mal kurzärmelig spazieren gehen.

Cerro de Pasco - höchste Stadt der WeltDie Freude über das milde Wetter sollte allerdings nicht lang anhalten denn schon nach 2 Tagen erreichten wir die angeblich höchste Stadt der Welt, Cerro de Pasco auf 4300 m bei leichtem Schneefall und ca. 3°C.

Von dort aus waren wir wieder zwei Tage auf über 4000 m Vicuñasunterwegs und erreichten danach die nette Stadt Tarma wo im Apfelstrudel anscheinend wieder mal irgendwelche Darmparasiten oder Bakterien enthalten waren, die mir am Weg nach Jauja ziemlich zu schaffen machten und uns dort wieder einen Pausentag bescherten.

Gleich darauf in Huancayo – nur eine Tagesetappe von Jauja – waren wir wieder einmal zu faul, selbst zu kochen was umgehend mit Übelkeit belohnt wurde. Bis auf die mittlerweile altbekannten Probleme mit peruanischem Essen gefiel es uns in Huancayo allerdings recht gut, was zum Teil auch daran lag, dass es dort ein großes Einkaufszentrum mit riesigem Supermarkt gibt – der zweite in Peru nach jenem in Trujillo, der diesen Namen auch wirklich verdient hat.

DSC_6371Nach der relativ dicht besiedelten Gegend um Huancayo ging es weiter nach Huancavelica und von dort zum Abra Chonta – wieder auf 4800 m – der nur einen Katzensprung vom angeblich höchsten Pass von Südamerika, dem Abra Huayraccasa entfernt ist, den wir uns natürlich nicht entgehen ließen. wieder mal die typisch peruanischen SerpentinenNachdem die Straße dorthin hauptsächlich von Minenfahrzeugen der Caudalosa Mine befahren wird ist die Straße ganz gut ausgebaut und auch nicht übermäßig steil. Trotzdem wird die Luft auf 5000 m schon relativ dünn. Die Höhenangabe am Pass von 5059 m dürfte nicht ganz stimmen, denn laut GPS befanden wir uns nur auf 4983 m – Glücklicherweise gab es aber neben der Straße noch einen flachen Hügel auf dem wir die magischen 5000 m doch noch erreichten.

Die Strecke auf der anderen Seite des Passes wird von Radfahrern sehr selten befahren und wir mussten mehrere LKW Fahrer fragen ob es von dort überhaupt eine Verbindung nach Lircay und Ayacucho gibt bis wir eine brauchbare Antwort erhielten.

Schließlich erreichten wir durch eine sehr abgeschiedene aber auch sehr schöne Gegend über Lircay, einen weiteren 4600 m Pass und Julcamarca die schöne Kolonialstadt Ayacucho.

Manu’s Federgabel hatte am letzten Tag vor Ayacucho zwei Mal die komplette Luft verloren, was eine etwas mühsame Reparatur erforderlich machte. Glücklicherweise gibt’s aber für unsere Rock Shox Gabeln sehr gute Reparaturanleitungen vom Hersteller im Internet und nachdem wir ein Ersatzteilkit dabei hatten konnten wir die defekten Dichtungsringe selbst austauschen. Gabelöl war zwar in Ayacucho keines aufzutreiben aber die Gabel funktioniert scheinbar mit dem sehr dünnflüssigen Motoröl, das wir um 1,5 € bei einem Lubricentro auf der Stadteinfahrt bekamen nicht nennenswert schlechter.

Von Ayacucho bis Cusco plagten wir uns über eine unter Radfahrern berüchtigte Serie von Pässen und tiefen Tälern. Höhenabfolge: Ayacucho 2710 m, 4285 m, 1945 m, 4251 m, 2799 m, 4151 m, 1764 m, 4006 m, 1856 m, 3755 m, Cusco 3415 m

Von Huancayo nach Cusco hatten wir also ein recht anspruchsvolles Höhenprofil:

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In Abancay „kurz“ vor Cusco schlug der Defektteufel wieder zu und Manu’s hintere Scheibenbremse verlor an der Bremszange ausreichend Bremsflüssigkeit um die Bremsbeläge ordentlich zu ölen und somit unbrauchbar zu machen. Nachdem ich die Bremse zerlegt hatte zeigte sich, dass der vierkantige O-Ring eines der Bremskolben sich in einem seiner Nut teilweise um 90° verdreht hatte – nachdem ich den O-ring richtig wieder eingesetzt hatte war die Bremse glücklicherweise wieder dicht und machte keine Probleme mehr.

Machu PicchuEinen Tag vor Weihnachten besuchten wir Machu Picchu – die wohl bekanntesten Inka-Ruinen Südamerikas. Wer in die Gegend kommt und aus finanziellen Gründen die Besichtigung auslässt, wie einige Reisende, die wir auf unserer Tour getroffen haben, spart unserer Meinung nach am falschen Ende. Die einzige Möglichkeit, Machu Picchu ohne langen Fußmarsch zu erreichen beinhaltet eine 40 km, 2h Bahnfahrt für 47€ und Peru Rail nutzt ihr Monopol auf Transporte nach Machu Picchu schamlos aus, bedankt sich aber im Zug bei den Passagieren, dass sie Peru Rail gewählt haben.

Trotzdem ist Machu Picchu den Aufwand wert. Wenn auch die Größe der Ruinen etwas enttäuschend war und nicht mit den Maya Ruinen Uxmal in Mexico oder Tikal in Guatemala vergleichbar ist so ist doch die einzigartige Lage in spektakulärer Landschaft etwas ganz Besonderes.

Cusco - Plaza de ArmasAuch Cusco gefiel uns sehr gut und diesmal verbrachten wir Weihnachten mit all you can eat Buffet und einer Vorführung traditioneller peruanischer Tänze – wesentlich netter als letztes Jahr bei -9°C im Zelt in New Mexico.

Das kulinarische Highlight in Cusco waren die Alpaca Steaks, die uns sogar dazu veranlassten über eine Alpaca Zucht in Österreich nachzudenken – Preise von 3-15000 € pro Tier in Europa brachten uns allerdings schnell wieder auf andere Gedanken.

BinsenbootZwischen Weihnachten und Neujahr fuhren wir weiter zum Titikaka See nach Puno, wo wir die schwimmenden Inseln besuchten und Silvester verbrachten – auch wieder angemessen mit gutem Essen statt wie letztes Jahr in Mexico, wo wir um 9 Uhr im Zelt einschliefen. Martin aus Schweden, der von Lima nach Santiago am Rad unterwegs war feierte mit uns.

Cuy horneado - gebratenes MeerschweinchenIn Puno hatten wir auch endlich Gelegenheit, Cuy horneado zu probieren – gebratenes Meerschweinchen, das uns allerdings nicht ganz überzeugte. Wenn es auch vom Geschmack her durchaus mit Huhn zu vergleichen ist, so ist doch die Menge an Fleich an den zahlreichen Knochen und damit das Preis/Leistungsverhältnis eher mager.

Zwei Tagesetappen nach Puno erreichten wir das 13. Land unserer Reise – Bolivien.

1 Responses to “Leymebamba, Peru bis Copacabana, Bolivien 19.10.2010 – 3.1.2011”


  • haven’t translated this page, but the pictures speak for themselves!!! probably my favorite stretch of the trip… so many mountains, so many amazing views, so many switchbacks.

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