Prince Rupert/BC bis Shelton/WA 15.8.09 – 6.9.09

Die Fährüberfahrt von Prince Rupert nach Port Hardy auf Vancouver Island gestaltete sich weniger spektakulär als wir uns erhofft hatten – Wir sahen zwar Wale, jedoch kam keiner davon dem Schiff so nahe, dass man erkennen hätte können, um welche Spezies es sich handelte. Von den meisten war ohnehin nur der Blas und manchmal eine Rückenflosse zu sehen. Aber zumindest können wir nun behaupten, wir hätten viele Wale gesehen – immerhin waren es um die 20, die am Nachmittag auf der südlichen Hälfte der Überfahrt zu beobachten waren. (Wir vermuten, dass die Erzählungen von anderen Leuten, die von vielen Walen gesprochen hatten auch auf 1 km entfernte Rückenflossen und Atemluftfontänen bezogen waren.)

In Port Hardy gibt es glücklicherweise wenige Kilometer vom Fährhafen entfernt einen Campingplatz, auf dem wir mitten in der Nacht ankamen. Unglücklicherweise sind die Zeltplätze dort aber so klein, dass wir mit unserem Zelt kaum genug Platz fanden und die Heringe in die Büsche spannen mussten. Dafür gibt’s Gratisduschen mit Südamerika-Flair und das alles um 10$ – also durchaus angemessen für kanadische Verhältnisse.

Die Strecke von Port Hardy gen Süden war wenig interessant und recht hügelig, so dass es kein Problem war, pro Tag auf mehr als 1000 Höhenmeter zu kommen, ohne jedoch dafür in den Genuss Schöner Aussichten zu kommen, da die dichten Jungwälder beidseits der Straße recht effizient die Fernsicht beeinträchtigen. Die erste landschaftlich interessantere Passage durchquerten wir am zweiten Tag – Einen kleinen Pass von dem aus man zumindest einige Nachbarhügel und die schneebedeckten Berge in der Ferne sehen konnte. Zudem sind die Wälder, die noch nicht abgeholzt und wiederaufgeforstet wurden sehr bemerkenswert. An Wildcampmöglichkeiten mangelt es allerdings am 19er Highway etwas und so suchten wir teilweise 30-40km nach einem geeigneten Zeltplatz.

Kurz nach Campbell River trafen wir Paul, einen Ausflugsradler und Künstler, der per Segelboot von Vancouver nach Port Hardy gefahren war und nun mit dem Rad nachhause fuhr. Wir unterhielten uns einige Zeit mit ihm und wurden prompt eingeladen, im Garten seiner Tante in Black Creek mit ihm zu campen. Der vermeintlich abwesende Cousine Hannah jagten wir allerdings einen gehörigen Schrecken ein, da sie nicht damit gerechnet hatte, bei ihrer Rückkehr von der Arbeit in ihrem Garten zwei Zelte, drei Räder und drei spaghettikochende, in der Dämmerung unerkennbare Radler vorzufinden. Glücklicherweise hatte sie jedoch noch nicht die Polizei gerufen, sondern nur einen ihrer Nachbarn mitgebracht, um nachzusehen, was die Fahrradgang in ihrem Garten anstellte.

Paul konnte ihrer Verwirrung glücklicherweise schnell Abhilfe verschaffen und wir hatten mit den beiden noch einen sehr lustigen Abend.

Von Qualicum Beach aus fuhren wir nach Westen über Port Alberni nach Ucluelet. Dort hofften wir beim einzigen Couchsurfer im Ort unterzukommen, der laut seinem Profil eine Schlafgelegenheit anbieten konnte. Leider konnten wir jedoch bei ihm nicht übernachten, sondern bekamen nur einen Tipp zum Campen – Fletcher’s Beach sollte angeblich gut zum Wildcampen geeignet sein, und stellte sich tatsächlich als wunderschöne einsame Bucht heraus, die nur von vereinzelten Einheimischen besucht wurde. Leider war es jedoch unmöglich, unsere Räder über den steilen, felsigen und engen Weg bis zur Bucht zu bringen und wir mussten unser Zelt letztendlich wieder mal im Wald ohne Meerblick und Strand aufschlagen.

Tofino, das etwas nördlich von Ucluelet an der Westküste von Vancouver Island nahe am Pacific Rim National Park liegt und von dem uns schon zahlreiche Leute vorgeschwärmt hatten stellte sich als sehr touristisches kleines Dörfchen heraus, in dem man für einen Zeltplatz pro Nacht bis zu 56$ zahlt, das aber außer einem langen Sandstrand nicht viel zu bieten hat, wenn’s wie bei uns den ganzen Vormittag regnet. Am Nachmittag hatten wir zwar noch die Gelegenheit bei Sonnenschein aber trotzdem recht diesigem Wetter die viel gelobte Long Beach – einen kilometerlangen Sandstrand zwischen Tofino und Ucluelet zu erkunden und den Surfern etwas zuzusehen, was jedoch den Gesamteindruck von Tofino auch nicht sonderlich aufwertet, wenn man Sandstränden nicht viel abgewinnen kann.

Wir können den Hype um Vancouver Island nicht ganz nachvollziehen – vielleicht sind wir von den Landschaftlich wirklich sehr schönen Strecken in Alaska, im Yukon und im Norden British Columbias einfach ein bisserl verwöhnt. Ein wenig hat sicher auch das Wetter dazu beigetragen, dass wir keinen so überragenden Eindruck von der Insel gewonnen haben. Zum anderen muss man wahrscheinlich mehr in die weniger dicht besiedelten Gebiete der Insel vordringen – zB. Auf Kajaktouren oder beim Wandern, um einen besseren Eindruck von der Natur Vancouver Islands zu bekommen.

Die Teile der Insel, die uns gefallen haben sollen aber natürlich nicht unerwähnt bleiben: Der Cameron und der Sproat Lake haben wirklich glasklares Wasser, wie man es in Österreich wohl nur am Grünen See oder am Samaranger See zu sehen bekommt und haben dabei trotzdem angenehme Badetemperatur von 22°C. Wir hätten viel dafür gegeben, die beiden Seen mit unseren Tauchausrüstungen zu erkunden – leider ist zum einen das Tauchen in Seen in Kanada nicht sehr verbreitet, weils ja genug Küste gibt und zum anderen mit 200$ pro Tauchtag (am Meer) mit 2 Tauchgängen in Tofino auch unangenehm teuer. Der Kenedy River mit seinen zahlreichen Wasserfällen und Felsbecken, in denen sein unglaublich smaragdgrünes aber klares Wasser zu Geltung kommt hat uns auch sehr beeindruckt, ebenso wie die 800 Jahre alten bis zu 76 m hohen und 9 m im Umfang messenden Douglas-Firs im Cathedral Grove State Park.
In Coombs gibt’s einen netten Farmers Market und ein gar nicht so teures aber gut sortiertes Delikatessen-Geschäft mit Rasen und Ziegen am Dach.

Zurück an der Ostküste, verabschiedeten wir uns in Nanaimo von Vancouver Island und nahmen die Fähre nach Horseshoe Bay, von wo wir über den Marine Drive an der Küste entlang nach Nord Vancouver fuhren. Die wunderschönen Häuser an der Küste lassen einen schon vermuten, warum Vancouver einer der Städte mit der höchsten Lebensqualität der Welt ist – auch wenn die Grundstückspreise in dieser Gegend weit jenseits von gut und böse liegen.

In Nord Vancouver wurden wir von den Bryants, die uns vor langer Zeit im Yukon eingeladen hatten, sie in Vancouver zu besuchen, sehr herzlich empfangen. Wir genossen unser eigenes Zimmer mit eigenem Bad, und nahmen die Gelegenheit wahr die Küche ausgiebig in Anspruch zu nehmen und zwei Leibe richtiges Brot zu backen – Das Brot in Nordamerika hat nämlich den Namen unserer Meinung nach nicht verdient. Speziell das allgegenwärtige Sandwichbrot, von dem ½ Meter ca. ein Pfund wiegt besteht eigentlich zum Großteil aus Luft und wenn man es Vakuumverpackt, würde es sich wahrscheinlich nicht mehr von Tortillas unterscheiden.

Vancouver selbst ist tatsächlich eine sehr schöne und sehr internationale Stadt – der hohe Anteil an asiatischen Einwanderern ist wohl auch für die hohe Qualität des Sushis verantwortlich, das wir uns natürlich nicht entgehen ließen. Für alle Sushi Fans können wir das Restaurant Toyama in der Seymour Street 757 wärmstens empfehlen – All You Can Eat Sushi für 11.95$ mit einer Qualität, die wahrscheinlich alles, was man in Wien bekommt übertrifft. Zudem bestellt man hier das Sushi so oft man will von der Karte und es wird von den drei Köchen an der Sushitheke frisch hergestellt, anstatt auf Tellern einige runden durchs Restaurant zu drehen, bevor sich einer der Gäste der Vernichtung annimmt.

Weiters empfehlenswert sind das Schweizerhaus (lecker Seafood) sowie der Markt auf Granville Island.

Wir verbrachten 4 Tage in Vancouver und ob der netten Familie und der schönen Stadt fiel es uns etwas schwer, uns wieder auf den Weg zu machen. Trotzdem war etwas Bewegung dringend nötig denn wir hatten in den 4 Tagen ungefähr gleich viel gegessen, wie normalerweise an 100 km Tagen :-)

Wir verließen Nordvancouver am Vormittag, sollten es allerdings nicht recht weit bringen, denn nach 60 km wurden wir schon wieder vor einem Supermarkt angesprochen und für den Abend zum Spanferkelessen bzw. zur Übernachtung eingeladen. Peter und Johanna, beide holländischer Abstammung wohnten in Surrey, einem der Vororte von Vancouver, knapp an der Staatsgrenze. Das Spanferkel ließen wir sie allerdings alleine essen, da wir weder auf eine große Party mit vielen unbekannten, noch auf deftige Küche Lust hatten.

Am nächsten Tag überquerten wir unsere zweite Staatsgrenze, um erneut in die USA einzureisen. Unsere Aufenthaltsgenehmigung wurde leider nicht verlängert und somit müssen wir spätestens am 8.12.09 nach Mexiko ausreisen.

Unsere Nächste Station war Seattle, das wir auf Empfehlung von Ed, unserem Host in Vancouver besuchten und das uns sogar besser gefiel als Vancouver. Die Vororte waren zwar bei der Anreise etwas mühsam zu durchqueren so dass wir erst gegen 22:00 bei unseren Warmshowers Hosts ankamen, aber Seattle Downtown ist wirklich schön und vor allem der Pike Place Market mit dem ersten Starbucks Coffeshop der Welt hat uns in seinen Bann gezogen. Auch das Aquarium ist durchaus sehenswert und schon wieder verbrachten wir mehr Zeit als geplant in der schönen Stadt. Nach drei Tagen setzten wir unsere Reise endlich fort und machten uns auf den Weg nach Shelton zur nächsten Einladung :-) Wir nahmen die Fähre von Seattle nach Bremerton und bemerkten gegen 17:00, dass vermutlich keiner der Campingplätze in der Nähe ohne größere Umwege zu erreichen sein würde. Da Shelton nur mehr 50 km entfernt war, wir uns in der Wartezeit auf die Fähre wieder mal ziemlich vollgegessen hatten, fanden, dass uns etwas mehr Bewegung nicht schaden könnte und für den nächsten Tag schlechtes Wetter angesagt war, beschlossen wir, einen etwas längeren Tag einzulegen und uns nach Shelton durchzukämpfen. Wir absolvierten also trotz der ca. drei Stunden, die wir durch das Warten auf die Fähre und die Überfahrt verloren hatten einen weiteren 100 km Tag – um uns in Shelton wieder 2 Tage auszuruhen. Die Taylors waren wundervolle Gastgeber, erlaubten uns wieder, die Küche mit Brotbacken zu verwüsten und versorgen uns mit wundervollem gebratenem Lachsfilet und selbstgemachtem Brombeerwein. Wir revanchierten uns daher mit Semmelknödeln und Schwammerlsauce, die großen Anklang fanden und auch bei uns wieder ein fast unangenehmes Völlegefühl hinterließen. Wir sind mittlerweile ja der Meinung, dass wir auf der Reise eher an Gewicht zunehmen statt abnehmen werden. Zu lecker sind die kulinarischen Verlockungen, denen wir allerorts ausgesetzt sind!

Die Fotos sind wieder mal aufgeteilt – auf Kanada / BC und USA / WA

Dawson City bis Prince Rupert

Nach einem kurzen Erholungsaufenthalt in Dawson City fuhren wir am Klondike Highway weiter Richtung Whitehorse. Der erste Einkauf in Kanada war wieder mal relativ teuer – die Lebensmittel, insbesondere frisches Obst und Gemüse kosten 2-4 x soviel wie in Österreich. Dawson liegt halt doch etwas abgelegen. Trotzdem deckten wir uns schon hier mit allem Nötigen ein, da auf den nächsten Kilometern keine größeren Supermärkte zu erwarten waren – genauer gesagt gibts bis Pelly Crossing eigentlich Garnichts.

Die weitere Strecke am Klondike Highway war etwas enttäuschend – man fährt viel durch dichten Wald und hat auf beiden Seiten der Straße nicht viel Aussicht. Die kleineren Orte am Weg – Stewart Crossing und Pelly Crossing an den jeweiligen Flüssen sind kaum als Orte zu bezeichnen und erhalten ihre Daseinsberechtigung hauptsächlich dadurch, dass die riesigen RVs – oft mit einem zusätzlichen (auch nicht kleinen) Auto im Schlepptau, die auf der Strecke unterwegs sind alle paar hundert Kilometer mal eine Tankstelle brauchen. In Pelly Crossing gibts zumindest ein kleines Lebensmittelgeschäft, wo man eine Packung Spaghetti um 10 $ kaufen kann.

Von Pelly Crossing aus gelangt man etwas südlich wieder zum Yukon River und die Landschaft wird allmählich wieder interessanter. Allerdings setzte sobald wir das Tal des Yukon erreichten – entgegen der Prophezeiung einer Belgierin, die wir an der Kreuzung zum Dempster Highway getroffen hatten und die von Vancouver nach Anchorage am Rad unterwegs war – recht heftiger Gegenwind ein, der uns für die nächsten 300 km bis etwas nach Whitehorse zu schaffen machen sollte. Deshalb waren wir – obwohl wir unser Tagesziel noch nicht erreicht hatten – auch ganz froh darüber, dass uns Laura in Carmacks ansprach und uns einen Zeltplatz für die Nacht anbot. Laura war selbst diesen Winter mit ihrem Freund Matt drei Monate in Neuseeland radelnd und wandernd unterwegs und weiß daher über die Bedürfnisse von Reiseradlern (Duschen, sooft es eine Möglichkeit gibt :-) ) bestens bescheid.

Wir übernachteten daher im Garten der örtlichen Krankenanstalt, wo Laura gerade als Krankenschwester arbeitete und wurden von ihr auch noch nach Whitehorse eingeladen, was uns auch sehr gelegen kam, da wir dort einen Tag Pause machen wollten.

Die Strecke von Carmacks nach Whitehorse war landschaftlich toll aber wettertechnisch manchmal bösartig (Gegenwind, kalt, regnerisch), bot uns aber doch zumindest zwei mal die Möglichkeit in glasklaren Seen und Flüssen zu baden und hielt auch einige recht schöne Campingplätze mit toller Aussicht für uns bereit. Trotzdem freuten wir uns auf einen verdienten Ruhetag mit chinesischem Smorgasbord und Shopping in Whitehorse.

Lauras Freund Matt war ebenso nett wie sie selbst und wir genossen es, mit den beiden zu Abend zu essen – nicht nur wegen ihrer Gesellschaft sondern auch, weil wir uns echte österreichische Käsespätzle kochten – eine sehr willkommene Abwechslung, wenn man sich meistens von Nudeln und Reis ernährt und nur alle paar Wochen mal eine richtige Küche zur Verfügung hat.

Die Zeit in Whitehorse verging wieder recht schnell und wir schafften es wieder mal nicht, alles zu erledigen, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten (Blog schreiben, Räder warten). Dafür deckten wir uns wieder mit reichlich Vorräten für die nächsten Kilometer ein, da bis Teslin oder Dease Lake keine Einkaufsmöglichkeiten zu erwarten waren.

Die zusätzliche Beladung machte sich auf den Rädern in den ersten Tagen nach Whitehorse auch wieder bemerkbar und wir kamen anfangs recht langsam voran (zum ersten mal seit Monaten wieder eine Tagesetappe von unter 50 km), obwohl der Alaska Highway, auf dem wir jetzt wieder südwärts fuhren uns landschaftlich deutlich besser gefiel als der Klondike Highway, auf dem wir nach Whitehorse gekommen waren. Es gibt hier wieder reichlich Bademöglichkeiten, schöne Aussichten, Bäche und Seen aber dafür kaum Siedlungen und Lebensmittelgeschäfte.

An Wildtieren gibt es allerdings hier in Kanada wesentlich weniger zu sehen als wir von Alaska gewohnt sind – von den angeblich so häufigen Bären im Yukon hatten wir bisher keinen gesehen, obwohl wir schon bald nach British Columbia kommen sollten und auch die Elche (Moose), die wir in Alaska alle paar Tage mal gesehen hatten verstecken sich hier offenbar besser und man erkennt nur an ihren charakteristischen Hinterlassenschaften, dass es offenbar doch einige von ihnen gibt. Dafür sahen wir seit kurz vor Whitehorse immer mehr Chipmunks, vor denen wir schon in Dawson City vom Schweizer Radler Stefan gewarnt worden waren, dem sie die Ortlieb Taschen zerbissen hatten.

Einige Km vor der Abzweigung zum Highway 37 – Dem Cassiar Highway, überquerten wir zum ersten mal die Continental Divide – Die Wasserscheide zwischen Bering – und Beaufort See zwischen Swift– und Rancheria River, nicht ohne zuvor noch im Swift River etwas zu schwimmen, was bei 15° Wassertemperatur recht erfrischend, aber bei der Hitzewelle  mit bis zu 45° in der Sonne, die gerade herrschte auch recht angenehm und manchmal  nach den teilweise doch recht anstrengenden Steigungen auch einfach notwendig ist.

Kurz nach der Continental Divide machten wir am Big Creek Campground Mittagspause im Schatten und wurden wieder mal, wie schon so oft von neugierigen RV-Touristen angesprochen und gefragt, woher wir kämen, wo wir gestartet waren und wohin wir führen – die obligatorischen Fragen, die wir oft mehrmals täglich zu beantworten haben. Doch diesmal wurden wir von Ed und seiner Frau am Ende unseres kurzen Gespräches eingeladen, sie in Vancouver zu besuchen und einige Tage bei ihnen zu bleiben – ein Angebot, das wir nicht auslassen werden, da wir schon (von zwei Neuseeländern) gehört haben, dass Couchsurfing Angebote in Vancouver etwas schwer zu finden sind.

Die ersten paar Kilometer des Cassiar Highway, den uns zuvor zwei Kanadierinen, die ihn gerade von Prince Rupert aus geradelt waren, als landschaftlich außerordentlich schön und weniger hügelig als den Alaska Highway beschrieben hatten entpuppten sich als ziemliche Enttäuschung – Dickicht beidseits der Straße, kurze aber sehr steile Steigungen, die wirkungsvoll vermeiden, dass man beim radeln einen angenehmen Rhythmus findet und dazu noch immer  bis zu 30° im Schatten ließen uns schon darüber nachdenken, ob wir nicht vielleicht doch zurückfahren und den Alaska Highway weiterfahren sollten.

Glücklicherweise änderte sich die Landschaft bald und wir erreichten mit zunehmender Seehöhe auch wieder Gebiete mit schöner Aussicht. Ab Boya Lake  kommt man immer wieder an schönen Seen vorbei, die tief blaugrün zwischen den noch immer teilweise schneebedeckten Bergen liegen.

Der erste Ort am Cassiar Highway, wo man Lebensmittel kaufen kann  – Dease Lake ist ein kleines Nest mit einem RV Park, einem Restaurant, einem Gift Shop, zwei Motels und einer Tankstelle mit  angeschlossenem Grocery Store sowie einer Universität – dem Northern Lights College, das aus einer Bibliothek und einem weiteren kleinen Gebäude besteht.

Internetverbindung war in Dease Lake leider keine zu bekommen weil man uns im Northway Motor Inn auch gegen Bezahlung das WiFi Netz nicht nutzen lassen wollte  und der Besitzer des RV Parks auf dem wir für eine Nacht campten war die erste wirklich unsympathische Person, mit der wir auf unserer bisherigen Reise zu tun hatten.

Im Lebensmittelshop bei der Tankstelle wurden wir wieder mal über Herkunft, Start und Ziel unserer Reise befragt und diesmal nach Shelton auf der Olympic Peninsula in Washington eingeladen. Bis auf diese Einladung, eine heiße Dusche und ein neues Glas Nutella hielten sich aber unsere positiven Erfahrungen mit dem Dorf in Grenzen und wir waren froh, am nächsten Tag gut voranzukommen, obwohl wir 2 Pässe zu überqueren hatten.

DSC_4271Am ersten  davon, dem 1245m hohen Gnat Pass wurden wir von einem VW Bus überholt, der vor uns anhielt. Aus dem Bus sprang ein älterer Mann  und rief uns entgegen:” Sad’s es Österrreicher?” – Der seit 40 Jahren in Kalifornien lebende Oberösterreicher Heinz hatte uns die Herkunft an den Löffler Radtrikots angesehen und lud uns natürlich auch nach Kalifornien ein.

Kurz nach Iskut fanden wir einen unserer bisher schönsten Campingplätze  am Eddontenajon Lake nachdem wir schon längere Zeit vergeblich nach einem Platz zum Schlafen gesucht hatten und waren uns auch einig, dass wir uns für die über 1200 Höhenmeter auf 94 km auch einen schönen Platz verdient hatten. Hier verwendeten wir auch zum ersten Mal unsere Stirnlampen, weils tatsächlich mal so dunkel wurde, dass man sie brauchte. Auch die Sterne fielen uns zum ersten Mal auf unserer Reise wieder auf.  Die beiden Tage darauf erreichten wir erstmals Tagesetappen von jeweils über 100km – wieder mit über 1000 Höhenmetern, sahen am Little Bob Quinn Lake zum ersten Mal Nordlichter und änderten unsere Routenplanung aufgrund eines Treffens mit Dave, einem Liegeradler, der gerade von Vancouver nach Inuvik unterwegs war und uns überzeugte, dass es besser wäre, statt über Prince George über Prince Rupert nach Vancouver weiterzufahren. Auf der Strecke von Prince George fährt man laut Dave mehrere Tage durch dichten Wald und hat landschaftlich nichts zu erwarten. Zudem wüteten in der Region gerade mehrere Waldbrände, die das Radeln recht mühsam machten. Wir entschieden uns also dazu, von Prince Rupert die Fähre nach Port Hardy auf Vancouver Island durch die berühmte Inside Passage zu nehmen, und so den Waldbränden zu entgehen und einen Umweg von über 10 Tagen zu vermeiden, der auch die Kosten der Fähre von 155$ pro Person wieder relativierte. Zudem hatte Dave auf der Überfahrt mehrere Wale gesehen, die uns natürlich auch sehr interessierten.

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Nachdem wir kurz vor Bob Quinn Lake unseren ersten Schwarzbären auf der Straße gesehen hatten, der allerdings sofort davonrannte, als er uns sah, trafen wir mitten auf der Straße auch noch einen Luchs, der allerdings mit lautem Pfauchen auch sehr schnell im Wald verschwand. Von hier an waren offenbar die Bären häufiger und wir sahen fast täglich Schwarzbären.

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Bevor wir am Cassiar weiter nach Süden fuhren machten wir allerdings noch einen Abstecher am Highway 37A nach Stewart über den Bear Pass, der uns als sehr schön beschrieben worden war. Tatsächlich genossen wir die Fahrt über die Coast Mountains mit ihren zahlreichen Gletschern und Wasserfällen sehr, obwohl wir zum ersten mal seit dem Top Of The World Highway wieder richtiges Regenwetter hatten.DSC_4517 Die Hitzewelle, die Westkanada Rekordtemperaturen beschert hatte, die teilweise um 6-7° über den früheren Rekordwerten lagen, uns aber im Yukon und im nördlichen British Columbia beim Radeln sehr gelegen kam war offenbar vorbei.

Das Regenwetter dauerte auch auf der Rückfahrt von Stewart und am weiteren Weg bis Kitwanga an und kam offenbar auch den Gelsen sehr gelegen – obwohl uns Dave erklärt hatte, dass es ab Meziadin Junction wesentlich weniger bugs geben würde war die Gelsendichte am ersten Zeltplatz nach dem Meziadin Lake eindeutig die höchste, die wir bisher erlebt hatten und wirklich kaum auszuhalten, da der am Abend einsetzende starke Regen auch das DEET immer wieder von den Händen wusch, bzw. die Gelsen immer wieder Stellen fanden, an denen wir uns nicht richtig damit eingeschmiert hatten. Eigenartigerweise gab es allerdings am Zeltplatz davor – direkt am Meziadin Lake und auf dem danach in Kitwanga fast gar keine Gelsen, obwohl es auch dort überall ausreichend stehende Gewässer gibt.

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In Kitwanga dehnten wir die Nachmittagspause kurzerhand bis zum nächsten Morgen aus, da es dort einen netten Gratiscampground gab und wir ohnehin noch einige Emails und den Blog vorbereiten wollten.

Tags darauf verließen wir den Cassiar Highway, fuhren am Highway 16 westwärts und  erreichten am Abend Terrace, wo wir bei der Bibliothek vorbeischauten, um wieder mal unsere Emails abzurufen. Wieder einmal erregten wir mit unseren voll bepackten Rädern Aufmerksamkeit – diesmal die von Einheimischen – den Reidys, die uns einluden bei ihnen zu übernachten was uns sehr gelegen kam, da wir ohnehin schon wieder 100km gefahren waren und uns so die Zeltplatzsuche ersparten. Zudem bekamen wir noch einen ausgezeichneten Rindssuppen-Gemüseeintopf zu essen und durften das heimische WiFi nutzen – Das alles mitten in Terrace in einem schön eingerichteten und sauberen Häuschen in Gesellschaft sehr netter Gastgeber – was will man mehr!?

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In Terrace buchten wir auch gleich die Fähre von Prince Rupert nach Port Hardy und brachen am nächsten Tag aufgrund der netten Umgebung wieder mal erst am Nachmittag auf, legten aber trotzdem noch über 80 km in Richtung Prince Rupert zurück, bevor wir relativ spät einen geeigneten Zeltplatz fanden, die in diesem Streckenabschnitt relativ spärlich gesät sind, da der Highway zwischen Skeena River links und Bahn rechts zwar durch atemberaubende Landschaft aber sehr eingeengt verläuft.

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Auf der Bahnstrecke sahen wir den ganzen Tag nur zwei Züge, die dafür allerdings beachtliche Ausmaße haben. An einer Ausweiche, an der sich die beiden entgegenkommenden Züge auf der eingleisigen Strecke passieren, konnten wir deren Länge mit 3080m messen und zählten 157 Wagons und 2 Loks pro Zug.

Im Skeena River, der im letzten Abschnitt wie ein Fjord wirkt und auch Gezeitenzonen hat, sahen wir gute 70 km von der Mündung flussaufwärts die ersten Seehunde jagen und auch einen Bieber in einem Creek, der in den Skeena mündet. Entlang des Skeena gibt es Hochwälder, die aus 350-600 Jahre alten Bäumen bestehen und sehr beeindruckend sind, wenngleich wir auch den Kermode Bären – eine weiße Unterart des Schwarzbären, der in diesen Wäldern vorkommt – nicht zu Gesicht bekamen.

Wir erreichten Prince Rupert 1 1/2 Tage vor Abfahrt unserer Fähre und hatten versucht, bei einem Couchsurfer unterzukommen, von dem wir allerdings keine Antwort auf unsere Mail bekamen. Daher setzten wir uns wieder vor die Bibliothek, surften ein wenig im Internet und warteten, ob wir wieder eine Einladung bekommen würden, was dummerweise diesmal aber nicht funktionierte.

Wir suchten uns daher einen Schlafplatz im 8 km von Prince Rupert entfernten Olliver Lake Park und quartierten uns erst für die 2. Nacht am Prince Rupert RV Campground and Park ein, der günstigerweise nahe der Fährenterminals gelegen ist, Laundry sowie gratis Duschen und WiFi hat.

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In Prince Rupert blieb uns, nachdem die Fähre nur jeden zweiten Tag fährt noch ein ganzer Tag Zeit fürs Sightseeing – sprich Safeway und Extra Foods halb leerkaufen und eine kleine Runde durch die nette Hafenstadt zu drehen. Für die Internet–Erledigungen, die wir uns für Prince Rupert vorgenommen hatten war aufgrund von nötigen Einkäufen, Kochen (Steaks sind hier wirklich billig und werden auch am Benzinkocher sehr lecker) , Wäschewaschen und Einpacken für die Fährüberfahrt wieder mal keine Gelegenheit, aber dazu haben wir ja jetzt auf der Fähre ausreichend Zeit.

Die Fotos zum aktuellen Bericht sind diesmal auf Kanada – Yukon und British Columbia aufgeteilt.

Fairbanks (Alaska) bis Dawson City (Kanada)

In Fairbanks hatten wir von Dales Tante angeboten bekommen, einige Nächte bei ihr zu bleiben – geplant war zwar nur eine Übernachtung, aber es war uns ob der extrem netten Familie und des großartigen Frühstücks einfach nicht möglich so schnell wieder aufzubrechen :-)

Zudem hatten wir in Fairbanks noch einiges zu erledigen – Einkäufe für die vor uns liegende, vermeintlich einsame Strecke Richtung Kanada, einiges an zusätzlicher Ausrüstung – vor allem einen Packsack für die 120$ die wir in Nahrungsmittel investiert hatten und verschiedene Teile für die Räder waren zu besorgen. So verbrachten wir fast einen ganzen Tag damit, unsere Ausrüstung zu komplettieren und die Nahrungsreserven aufzustocken.

Für alle, die in Fairbanks Radteile suchen ist Beaver Sports auf der College Road ein heißer Tip – Haben uns dort Rückspiegel (Myrrorcle – auch sehr empfehlenswert), Packsack und Flaschenhalter gekauft.

Die Strecke bis Delta Junction war relativ uninteressant – die Straße verläuft über weite Strecken schnurgerade und es gibt nicht mal viele Hügel. Wir übernachteten einmal am Harding Lake wo am Abend eine Rauchwolke von einem offenbar nahen Waldbrand für Weltuntergangsstimmung sorgt (so dunkel wie da wird’s sonst hier nichtmal in der Nacht) und legten unsere bisher längsten Tagesetappen mit jeweils über 80 km zurück, so dass wir doch noch wie vereinbart am Dienstag Abend bei Lara (Couch Surfing) in Delta Junction ankamen. Lara nahm uns sehr freundlich auf, war allerdings recht beschäftigt und ließ uns über Nacht allein in ihrer Wohnung weil sie auf ihrem Grundstück noch einiges zu erledigen hatte. Wir sollten sie am nächsten Tag zufällig bei der Stadtbibliothek wieder treffen, wo wir am öffentlich zugänglichen WiFi Hotspot unsere Emails checkten.

Sie hatte unterwegs Mike mitgenommen, der eigentlich auch am gleichen Tag bei ihr hätte übernachten sollen. Mike aus Saskatchewan (mikeonbike.wordpress.com) ist von Inuvik über Dawson und den Top of the World Highway gerade Richtung Anchorage und dann weiter nach Süden für unbestimmte Zeit mit unbestimmtem Ziel am Fahrrad unterwegs und gab uns einige sehr gute Tips für die weitere Reise mit – auf einen davon freuten wir uns die nächsten zwei Tage – Fast Eddy’s Restaurant in Tok – Salatbuffet –Eat as much as you can! – darf man eigentlich nicht auslassen wenn man in Alaska am Rad unterwegs ist, wo frisches Gemüse und Obst aufgrund der hohen Transportkosten doch sehr teuer und selten ist.

Fast Eddy’s war sogar noch besser als erwartet, denn zusätzlich zu Unmengen an Obst und Gemüse bekamen wir noch gratis Internet, was unseren Aufenthalt im Restaurant auf knappe 4 Stunden verlängerte und uns beiden ein dezentes  Völlegefühl bescherte :-) . Glücklicherweise liegt der günstige Alaskan Stoves Campground (mit gratis Duschen – immer sehr wichtig!) gleich gegenüber auf der anderen Seite des Flugfeldes (auch ein Tip von Mike).

Der nächste Tag am Rad endete für Manu unerwartet schmerzhaft nach einem Sturz bei km 35 am Taylor Highway – glücklicherweise nur mit ein paar Schürfwunden und einem ordentlichen Schreck. Wir fanden auch relativ schnell einen geeigneten Zeltplatz zum Ausruhen und konnten am nächsten Tag relativ problemlos wieder weiterradeln und die wunderschöne aber auch relativ hügelige Landschaft genießen.

Die Landschaft blieb die nächsten Tage bis zur kanadischen Grenze sehr schön und erreichte dort einen Höhepunkt – Der Ausblick am fast 1300m hoch gelegenen Grenzübergang ist einfach phantastisch.

Unterwegs dorthin nahm jedoch die Straßenqualität immer mehr ab und die letzten Steigungen vor der Grenze auf relativ weichem Schotter zehrten beträchtlich an unseren Kräften, so dass wir uns schon kurz nach der Grenze auf über 1200m Höhe einen Zeltplatz suchten – der aber auch einer der schönsten auf unserer bisherigen Tour war.

Auch der weitere Verlauf des Top of the World Highway in Kanada kann sich durchaus mit dem USA–Teil messen, auch wenn die anfangs asphaltierte Straße bald wieder zur Schotterpiste wird, die teilweise in noch wesentlich schlechterem Zustand ist als in Alaska (washboard über die gesamte Straßenbreite), was dann in Kombination mit mehr als 1300 Höhenmetern am Tag den Wunsch aufkommen ließ, in Dawson City wieder mal einen Ruhetag einzulegen, heiße Dusche und Internet nach mehreren Tagen in der Wildnis zu genießen und auch die Vorräte für die weitere Tour am Klondike Highway Richtung Whitehorse wieder aufzufüllen.

Dawson City – am Yukon River gelegen – überraschte uns mit bezauberndem Goldgräberflair und einer sehr bunten Innenstadt, die uns um einiges besser gefällt als die Städte bisher in Alaska.

Vom Top of the World Highway aus erreicht man es mit der Fähre über den Yukon nach einer 20 km langen Abfahrt von fast 800 Höhenmetern und ist dann auch gleich mitten in der Stadt, was allerdings nicht schwer ist, da es mit etwas über 1300 Einwohnern ja auch nicht wirklich groß ist.

Heute haben wir uns also nach nur ca. 40 km am Rad, wovon man auf 20km nichtmal treten musste hier etwas ausgeruht und brechen morgen nach Steward Crossing auf.

Die neuen Fotos sind diesmal übrigens in der Galerie auf USA und Kanada aufgeteilt.

Anchorage bis Fairbanks 21.6. – 4.7.09

Die Strecke von Anchorage nach Wasilla ist ziemlich anstrengend, da sie die meiste Zeit direkt neben dem stark befahrenen Highway am Radweg entlangführt. Kurz vor Wasilla gibts einen recht schönen RV Park mit gratis Duschen und Internet, auf dem wir für eine Nacht campten.

Die Weitere Strecke verläuft am Parks Highway entlang nach Norden und ist weiterhin relativ unspektakulär, da man vom Highway aus nur manchmal links und rechts ein bisschen weiter in die Landschaft sieht weil er durch dichten Mischwald verläuft. Mit einem Zwischenstopp am Nancy Lake fuhren wir bis Talkeetna, wo wir bei Ralf übernachteten.

Ralf ist Deutscher und lebt seit 15 Jahren in Alaska. Seit einigen Monaten betreibt er einen Bikeshop in Talkeetna und ist selbst schon von Alaska bis Washington geradelt. Wir haben ihn über www.warmshowers.org gefunden und erfahren, dass er erst vor kurzer Zeit vier weitere Panamericana–Reisende beherbergt hat – zwei davon kannten wir auch schon von ihrer Website (www.2-play-on-earth.net).

Bei Ralf hats uns sehr gefallen – wir durften direkt in seinem Shop schlafen und da gabs natürlich einiges interessantes zu sehen weil er ein richtiger Spezialist für ausgefallene Räder und alles was damit zu tun hat ist. Wir tratschten dann auch am nächsten Tag noch lang mit ihm und kamen so erst wesentlich später als geplant wieder auf die Straße.

Noch einen weiteren Tag änderte sich an der Landschaft nicht viel doch am 25.6. kamen wir endlich ins etwas hügeligere Vorland der Alaska Range, das an der Grenze des Denali State Parks beginnt, und hatten auch zum ersten mal die Gelegenheit den Mt.McKinley zu sehen, der leider jedoch meistens in dicke Wolken gehüllt ist. 

Sobald wir etwas höher kamen lichtete sich der Wald und gab den Blick auf die grandiose Landschaft Alaskas mit ihren hohen Bergen und zahlreichen Seen frei.

Von Cantwell aus vereinbarten wir mit Nate – auch von warmshowers.org – dass wir eine Nacht bei ihm im Denali Village verbringen würden, erreichten ihn allerdings erst einen Tag später als geplant, da uns wieder mal Gegenwind Regen und Kälte etwas zu schaffen machten und wir beschlossen schon kurz nach Cantwell unser Zelt aufzuschlagen. Am nächten Tag hatten wir dadurch nur eine kurze Etappe zu fahren und nutzten die Zeit um im Denali Village einzukaufen und Interneterledigungen zu machen.

Nate empfing uns sehr freundlich und organisierte uns sogar ein kostenloses Abendessen aus der Mitarbeiterkantine des McKinley Chalets Resorts – ein Angebot, dass wir mit unserem fast unstillbaren Hunger natürlich nicht ablehnen konnten.

Wieder mal waren wir die Attraktion des Abends  – schon vor unserer Ankunft wussten wohl schon fast alle 500 Mitarbeiter des Resorts, dass wir demnächst auftauchen würden uns so wurden wir auch noch auf einen Drink in die Lynx Bar eingeladen, den wir allerdings gerne abgelehnt hätten weil uns die 10-15 neuen Bekanntschaften für den Abend eigentlich schon genug waren…

Die folgenden 3 Tage verbrachten wir im Denali National Park, der sich eindeutig als der Höhepunkt unserer bisherigen Reise herausstellte. Die Landschaft ist einfach genial und auch an Tieren gibt’s einiges zu sehen. Besonders die Strecke auf der Park Road zwischen Igloo Creek Campground und Polychrome Pass ist wunderschön und gab uns Gelegenheit 6 Bären, Bergziegen, Erdhörnchen, Hasen, ein Karibu und einen Elch zu beobachten.

 

 

 

Uns wurde zwar von verschiedenen Leuten geraten, mit dem Bus in den Park zu fahren, doch finden wir, dass der Park viel besser mit dem Rad zu besichtigen ist. Der Busverkehr, vor dem wir gewarnt wurden ist gut erträglich (ca. alle 10-20 Minuten kommt mal ein Bus vorbei) und ab Meile 14 haben private Fahrzeuge nur mehr sehr eingeschränkte Zufahrt zum Park wodurch sich der Verkehr insgesamt in angenehmen Grenzen hält.

Am Igloo Creek Campground mit seinen 7 Campsites trafen wir gleich 4 Reiseradler – zuerst Ulli und Biene aus Österreich und Deutschland, die in den vergangenen 16 Monaten von Wien nach Bangkog geradelt sind und nun von Alaska nach Süden weiterfahren. Auch ihre Website (www.pedalglobal.net) haben wir bei unseren Reisevorbereitungen zufällig schon angesehen. Und am zweiten Abend kamen noch die beiden Schweizer Julia und Raphael  (www.juraz.ch.vu) vorbei, die von Calgary bis Panama geradelt, von dort nach Vancouver zurückgeflogen und von Vancouver mit dem Schiff nach Alaska gefahren waren und nun die letzten 6 Wochen ihrer einjährigen Reise durch Alaska radeln.

Auf der Strecke von Denali nach Fairbanks hatten wir nochmal die Gelegenheit an einem klaren Bach eine kalte Dusche zu nehmen, wie schon kurz vor Cantwell im Culitna River – recht erfrischend bei 10 bzw. 12°C Wassertemperatur aber manchmal einfach notwendig.

Bis Fairbanks wird die Strecke dann wieder relativ uninteressant und – was schlimmer ist – es gibt keine Bäche mehr, die geeignet wären um Trinkwasser daraus zu filtern – so waren wir gezwungen bei einem Restaurant an der Straße unsere Wassersäcke anzufüllen, die sich mit ihrem zusätzlichen Gewicht schon bei kleineren Hügeln recht unangenehm bemerkbar machen. Die Strecke von Denali bis Nenana an der Mündung des Nenana in den Tanana River ist zwar relativ flach aber die Hügel zwischen Nenana und Fairbanks haben uns in den letzten zwei Tagen mit unserem Gepäck und dem zusätzlichen Wasser doch etwas zu schaffen gemacht, zumal auch die Temperaturen mit über 30°C für uns momentan noch ziemlich ungewohnt sind. Trotzdem scheinen wir Mittlerweile ganz gut eingefahren zu sein und fahren täglich schon 70-80km statt der 50, die wir uns am Anfang vorgenommen hatten.

Hier in Fairbanks sind wir bei Dales Tante eingeladen, die wir heute Abend besuchen werden nachdem wir die Gastronomie der ersten Stadt mit über 5000 Einwohnern seit Anchorage ausgiebig in Anspruch genommen haben.

 

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Geotagging funktioniert

Wir haben den Tag bei Dale in Anchorage verbracht und dazu genutzt, alle unsere Internet-Erledigungen zu machen bevor wir wieder in die Wildnis aufbrechen.

In der Fotogalerie gibts jetzt unter manchen Fotos einen Link mit den GPS Koordinaten bei denen das Foto gemacht wurde, der ein Google Maps Fenster öffnet in dem die Position des Fotos angezeigt wird.

Von Anchorage nach Seward und zurück(9.6.09 bis 19.6.09)

 
9.6.

Ankunft in Alaska; durch Anchorage zu Dales Haus

Die Einreise in die USA war recht problemlos – wir haben ein Aufenthaltserlaubnis für 180 Tage bekommen und die Zöllner haben uns nur eine Tasche und die beiden Fahrräder auspacken lassen – nur um zu sehen, ob die Reifen nicht vielleicht schmutzig sind.

Nachdem wir die Räder zusammengebaut hatten – was etwas länger gedauert hat, als wir eigentlich erwartet hatten – wohl teilweise aufgrund der doch recht langen Anreise,  versuchten wir Dale zu erreichen, den wir unter www.couchsurfing.com gefunden hatten  – leider ohne Erfolg – unsere beiden Handys hatten keinen Empfang – obwohl wir von Tele Ring die Auskunft bekommen hatten, dass das Roaming in den USA funktionieren sollte. Am Münztelefon hieß es: “no access to this number”, also fuhren wir auf gut Glück zu der Adresse, die uns Dale gegeben hatte. Natürlich war auch da niemand anzutreffen und wir überlegten schon, ob wir uns einfach den nächsten Campingplatz suchen sollten als sich ein Auto vor dem Haus einparkte, aus dem Jim und Erika sprangen. Wie sich herausstellen sollte – Mitbewohner von Dale. Die beiden fragten ob wir Couchsurfer wären, drückten uns einen Schlüssel zur Wohnung in die Hand und fuhren wieder weg – zum Baden. Sie wären in ein paar Stunden wieder da ließen sie uns wissen.

10.6.

Shopping in Anchorage & Dale und seine Untermieter

Dale selbst kam erst am nächsten Tag wieder nachhause – Er hatte geglaubt wir kommen erst am Mittwoch – kein Problem nachdem ja Jim und Erika ohnehin zuhause waren. Die beiden wohnen selbst erst seit einem Monat bei Dale, nachdem sie ursprünglich nur als Couchsurfer bei ihm übernachtet hatten.

Nach einer längeren Tour durch Anchorage, das sich als eher unattraktiv erwies lernten wir Mittwoch Abend auch Dale kennen – den Besitzer des Hauses. Am Abend kamen auch noch alle anderen Bewohner vorbei – insgesamt 8 Leute aus den anderen 3 Wohnungen die Dale vermietet. Etwas viele Eindrücke für den ersten Tag in Alaska – es waren natürlich alle schon über unser Vorhaben informiert und wollten dann natürlich auch genau wissen, was wir selbst noch garnicht geplant hatten.

11.6.

Einpacken und später Aufbruch Richtung Süden

Wir brachen  am Nachmittag Richtung Seward auf – ein kleiner Küstenort auf der Kenai Halbinsel und mussten dabei wieder durch die ganze Stadt, die sich erstaunlich weit ausdehnt. Insgesamt 20 km legten wir noch in Anchorage zurück bevor wir zum ersten Mal in unverbautes Gebiet kamen.

Kurz danach führte die Straße in den Chugach State Park und am ersten Parkplatz mit Visitor Information kamen wir mit 2 Alaskanerinnen ins Gespräch, die mit Rennrädern unterwegs waren. Eine von ihnen war lustigerweise letztes Jahr in Wien und hat Verwandte in Golling.

Die beiden empfahlen uns einen Campingplatz in Indian und meinten wir hätten einen guten Tag für die Strecke ausgesucht, weil wir Rückenwind hatten.

Der Rückenwind hielt allerdings nicht lang und für den ersten Tag hatten wir dann auch noch relativ viel unangenehmen Gegenwind und waren recht froh, als wir kurz nach Sonnenuntergang gegen 23:00 den Campingplatz erreichten.

12.6.

1. Campingplatz Indian bis Waldcamp vor dem Turnagain Pass

Von Indian gings weiter am Cook Inlet entlang anfangs wieder mit Gegenwind über Girdwood bis einige km vor dem Turnagain Pass, wo wir zum 2. Mal unser Zelt aufschlugen.

Der Tag war insgesamt wettermäßig unspektakulär – 12-14°C, windig und bewölkt.  Kurz nach der Abzweigung nach Whittier fotografierte Manu einen Elch – leider unabsichtlich mit Blendenautomatik und 1/1600 – also relativ unterbelichtet :-( . Die Belugas und Orcas, die im Cook Inlet zu beobachten sein sollen haben wir leider nicht gesehen.

Dafür gibts aber jede Menge Hooligans – kleine, angeblich ölige Fische, die dadurch auffallen, dass sie bei Ebbe am Sand liegen bleiben und dann von den Möwen gefressen werden oder vertrocknen.

Zwischen den trockenen Fischen am Sand fotografierten wir auch noch zwei Weißkopfseeadler  – leider aus zu großer Entfernung für gute Fotos, aber als Beweis reichts.

13.6.

Über den Turnagain Pass bis Moose Pass

Weiter gings über den Turnagain Pass ins Landesinnere  – weiterhin am landschaftlich sehr schönen aber durch den Wochenendverkehr leider stark befahrenen Seward Highway. Erst nach der Kreuzung an der der Hwy No. 9 vom Hwy No. 1 Abzweigt ließ der Verkehr ziemlich stark nach und wir fanden kurz nach den ersten Häusern von Moose Pass einen schönen Zeltplatz zwischen hohen Bergen an einem Teich.

Das Wetter  war anfangs sehr schön, später wieder bewölkt wie in den letzten Tagen mit kurzen Regenschauern zwischendurch. Wir sind jedoch mit unserer Regenausrüstung sehr zufrieden, so dass uns ein kurzer Regen ab und zu  nicht übermäßig stört.

14.6.

Moose Pass bis Seward

Von unserem Zeltplatz kamen wir nach ca. 10 km durch die eigentliche Ortschaft Moose Pass – ein Goldgräbernest mit 118 Einwohnern an einem kleinen See – schön gelegen, aber doch sehr einsam 30 Meilen nördlich von Seward, das auch nur 3000 Einwohner hat.

In Seward gönnten wir uns zum Abendessen ein saftiges Steak und ein wirklich gutes Lachsfilet mit 1/2 Pfund King Crab legs, dies im Angebot dazu gab – sehr lecker nach der Reis- und Nudeldiät der letzten Tage.

Das mit dem Essen ist überhaupt etwas schwierig hier in Alaska wenn man am Rad unterwegs ist – Gut dass es in Seward einen großen Safeway gibt – wir haben nämlich ganz deutlich unterschätzt, was man zu zweit beim Radeln so alles verdrücken kann in 4 Tagen.

Am Campingplatz in Seward sahen wir am Abend noch zwei Hasen und einen Seeotter – erstaunlich viel Getier mitten im Ort.

15.6.

Seward bis Kenai Fjords National Park

Nachdem wir nun schon hier unten in Seward waren ließen wir uns natürlich auch den Kenai Fjords National Park nicht entgehen  – Der Eingang zum Park liegt ca. 13 km westlich von Seward und so wurde diesmal die Radetappe ehr kurz. Dafür sind wir aber am Abend noch zum Exit Glacier spaziert, der schon knapp hinter dem Parkeingang endet und vom Harding Ice Field gespeist wird – sehr imposant, obwohl er in den letzten 100 Jahren um einige 100m zurückgewichen ist. Im Park sind an den Wanderwegen Schilder platziert, die die frühere Ausdehnung des Gletschers markieren – allein seit 1997 dürfte er um ca. 70-100m geschrumpft sein – ziemlich erschreckend.

Trotzdem ist der Park noch immer wunderschön und die Landschaft sieht aus, wie man Alaska oder Kanada aus dem Fernsehen kennt. Es ist einfach alles ein bisschen größer und auch grüner als bei uns, weil sehr viele Laubbäume neben den Nadelbäumen wachsen – mit den schneebedeckten Bergen beidseits der Täler eine wirklich großartige Kulisse.

Nur die Bären, vor denen man überall gewarnt wird haben wir noch nicht gesehen… kommt schon noch. 

16.6.

Kenai Fjords National Park bis Moose Pass

Heute war zur Abwechslung mal optimales Radwetter – kühl und bewölkt, aber kein Regen. Manu fuhr zum ersten mal mit ihren Clipschuhen -  da gings gleich um einiges flotter voran und so erreichten wir gegen 18:00 wieder unseren Zeltplatz etwas nördlich von Moose Pass – Wir müssen ja nun die ganze Strecke wieder zurück nach Anchorage und wollen von dort über den Denali National Park nach Fairbanks. Den Abstecher in den Süden hatten wir unternommen weil Dale und seine Mieter uns die Kenai Halbinsel empfohlen hatten – als “one of the top 10 scenic highways in the States”. War auch wirklich sehr schön, nur hatten wir nicht mit so viel Verkehr gerechnet.

17.6.

Moose Pass bis Bertas Creek Campground

Wie haben unseren ersten Grizzly gesehen! Oder Brown Bear wie die Einheimischen dazu sagen…

Ist ganz gemütlich quer über die Rest Area an der Hope Rd. Jct. spaziert und auf der anderen Straßenseite im Wald verschwunden, nachdem er sich allerdings zuvor ca. 1/4h lang von 15-20 Leuten, die alle aus ihren Autos sprangen, nachdem sie mit quietschnden Reifen auf die Rest Area eingebogen waren fotografieren ließ.

18.6.

Bertas Creek Campground bis Bird Creek Campground

Am Bertas Creek Campground sind wir mit unserem ersten anderen Reiseradler ins Gespräch gekommen – Alex auch Quebec ist Student, unterrichtet in den Sommerferien See Kajaking in Alaska und radelt an seinen freien Tagen auf die Kenai Halbinsel.

19.6.

Bird Creek Campground bis Anchorage

Nachdem wir Alex zufällig schon wieder getroffen haben – er übernachtete am gleichen Campgrond wie wir brachen wir Richtung Anchorage auf – wieder mal mit Gegenwind aber diesmal ohne Regen und sitzten jetzt beim McDonalds am WIFI Hotspot… 

Fotos gibts sobald wir das mit dem Breeze Browser Template ausgeklügelt haben…

Endlich unterwegs!

Seit dem letzten Eintrag ist ja nun schon einige Zeit vergangen – trotzdem war die Vorbereitungszeit nicht zu kurz. Speziell die Ausstattung und der Zusammenbau der Räder war noch eine kleine Herausforderung.

Mittlerweile haben wir aber alle Vorbereitungen abgeschlossen und sitzen im Zug nach Frankfurt. Nach einer erholsamen Nacht im Zug fliegen wir morgen um 10:25 von Frankfurt nach Anchorage.

Unsere erste Unterkunft in Anchorage ist auch schon “gebucht” – Dale der Couchsurfer lässt uns bei sich übernachten und wir sind schon sehr gespannt auf ihn.

Auch vom Abschied von Familie und Freunden am Wiener Westbahnhof gibt‘s schon Fotos in der Galerie und sobald wir wieder mal an ein offenes WLAN oder Internetcafé kommen werden wir sie hochladen.

Fahrräder sind fertig – zumindest fast

Wir wissen nun endlich, wie unsere Räder tatsächlich ausgestattet sein werden. Für mich stand ohnehin bereits seit längerer Zeit fest, was an meinem Bike für die Reise alles verbaut sein sollte. Ich habe die aktuelle Ausstattung ja größtenteils auch schon 2006 auf meiner Tour in Südschweden verwendet und war damals ganz zufrieden damit. Was noch nicht ganz ideal war, war die Befestigung des Tubus Swing Vorderradträgers an der Federgabel, da die Taschen dabei relativ weit vor der Lenkachse befestigt sind und die Lenkung doch ziemlich stark beeinträchtigen – das werde ich noch mit einer angepassten Befestigung auszugleichen probieren.

Ich habe mich aufgrund einiger anderer Reiseberichte für die Verwendung von Federgabel und Scheibenbremsen entschieden, obwohl diese nicht ganz zur typischen Reiseradausstattung gehören. Ich glaube aber, dass wir Defekte an diesen Systemen größtenteils selbst beheben können, bzw. die Zuverlässigkeit dieser Teile mittlerweile relativ hoch ist. Viele hilfreiche Informationen zu diesem Thema findet man im Radreise & Fernradler Forum.

Bei Manus Rad haben wir lange überlegt, und uns letztendlich entschieden, es selbst aufzubauen, da die fertigen Räder meist nicht unseren Vorstellungen entsprachen bzw. zu teuer waren. Wir haben daher Rahmen, Laufräder, Gabel und Schaltgruppe extra bestellt und werden das Rad selbst zusammenbauen. Einige Teile haben wir bereits geliefert bekommen, den Rest sollten wir diese Woche noch erhalten.

US Visum

Eigentlich aus Zufall sind wir darauf gekommen, dass wir ein Visum für die Reise durch die USA brauchen. Nachdem wir uns die Informationen über das neue Visa Waiver Program auf der Website der amerikanischen Botschaft angesehen hatten, waren wir eigentlich der Meinung, dass es nicht nötig sein würde ein Visum zu beantragen, da wir uns ja nicht länger als 90 Tage durchgehend in den USA aufhalten werden.
Glücklicherweise haben uns Max und Heidi (www.2roadrunners-on-tour.at), zwei "Kollegen", die die Reise schon hinter sich haben, den Tip gegeben, dass man trotzdem ein Visum braucht, weil eine Ausreise nach Kanada nicht als echte Unterbrechung des USA Aufenthaltes gesehen wird.
Tatsächlich haben wir von der Botschaft die Information bekommen, dass ein Aufenthalt in Kanada nur ein "sidetrip" ist, auch wenn er über 2 Monate dauert. Eigenartige Regelung… aber noch eigenartiger ist das Procedere, um an ein sogenanntes Nichteinwanderungsvisum zu kommen – man muss telefonisch bei einer 0900er Nummer für über 2€/Minute einen Termin für ein persönliches Interview am amerikanischen Konsulat vereinbaren, um den amerikanischen Behörden zu verdeutlichen, dass man "eine feste Bindung an sein Heimatland" hat und nicht vielleicht auf die Idee kommt, sich dauerhaft in den USA einzunisten.
Wir sind jedenfalls schon auf den Verlauf des Interviews gespannt – ob dem Konsularbeamten wohl unser Reiseplan ein bisschen eigenartig vorkommen wird?

Galerie online

Nach langem Tüfteln und Probieren habe ich es jetzt endlich geschafft, meine alten Fotogalerien so anzupassen, daß sie auch im neuen Wordpress Blog einigermaßen verwendbar sind. Hat lang gedauert, dafür kenn ich mich jetzt um einiges besser mit Cascading Style Sheets und HTML aus…
Fertig ist die Anpassung trotzdem noch nicht, aber in nächster Zeit werden noch weitere Fotos von früheren Urlauben dazukommen. Falls ihr irgendwo einen Fehler in der Darstellung oder Programmierung findet, schreibt doch bitte einfach einen kurzen Kommentar.